Ein Happyend auf 4 Pfoten  .....

  

An die Ernährungsberatung bin ich gekommen, „wie eine Jungfrau zum Kind“, vollkommen ahnungslos und im guten Glauben – möge sich diese Leidensgeschichte nie und nirgendwo wiederholen !

 

 

 

 

Néné lebte das umsorgte, sanftmütige und "königliche" Leben eines Maine-Coon-Mix Katers, der sich voll der Tatsache bewusst ist, dass er nicht nur

der "Schönste"

der "Klügste"

der "Weiseste"

der "Wichtigste"

sondern auch der (im wahrsten Sinne des Wortes) "Unbezahlbarste" in unserem Haushalt war.

Natürlich bekam er nur „das beste“ Futter – es wurden alle Sorten in allen Geschäften in der Nähe rauf und runter gekauft, immer nach neuen Geschmacksrichtungen Ausschau gehalten und nichts war zu teuer oder zu exotisch.

9 Jahre lang ging alles gut - er war „pumperlgesund“ ….. so sah es aus. Aber dann begann er immer häufiger und immer länger auf dem Katzenklo zu hocken. Das Ergebnis waren immer kleinere Portionen Urin – und damals ahnte ich noch nichts Böses.

Ganz „urplötzlich“ dann ging am Abend des 23. Dezember (wie sollte es auch anders sein) gar nichts mehr. Er hockte und hockte und maunzte kläglich, gab nur winzigste Urinmengen ab, die blutig waren. Dann wurde er unruhig, erbrach sich schließlich. Der kontaktierte Tierarzt bat darum rasch zu kommen. Es stellte sich eine „Verlegung der Harnröhre" heraus – will sagen, irgendetwas blockierte den Urinabfluss und gleichzeitig bestand eine Blasenentzündung. Es gab Antibiotika, aber ein Katheter konnte ohne Betäubung nicht geschoben werden, da die Blockade zu groß war und dieser Zustand zu einem Rückstau des Urins in die Nieren und so letztendlich zu Nierenkoma und Tod geführt hätte.

Also wurde der Kater in Narkose und ein Katheter gelegt, der dort 4-5 Tage verbleiben sollte, da die Blase immer wieder gespült werden musste…. Dazu gab es den Rat, ein Spezialfutter aus dem Sortiment des Tierarztes zu kaufen, um zukünftig weitere Probleme mit der Blase zu verhindern. Also summierte sich die OP nebst Futter rasch ……immerhin war es ja nach der regulären Praxiszeit gewesen und dann die Nachuntersuchungen und an den Feiertagen. Zwischenzeitlich hatte der Kater sich (obwohl angenäht) den Katheter trotz Riesen-Halskrause selbst gezogen. Na ja, warum sollte es auch unkompliziert sein. Für die Zukunft wüsste ich ja jetzt Bescheid ……………..ja, hätte ich mal Bescheid gewusst !!!

 

Alles ging gut, etwa 6 Monate lang, danach traten immer wieder Blasenentzündungen auf und immer wieder wurden Antibiotika und harnansäuernde Mittel gegeben, um die Steine - die nun fast schon dauerhaft vermutet wurden - zu verhindern, bzw. aufzulösen. Jeder Toilettenbesuch des Katers wurde auf seine "Produktivität" geprüft, da sich mit der Zeit eine Schmerztoleranz bzw. Schmerzvermeidung entwickelte. Und immer häufiger wurde das Legen eines Katheters notwendig  - was sich Néné ohne Betäubung gefallen ließ. Ich fuhr morgens vor und abends nach der Arbeit zu einer befreundeten Tierärztin, die dann ertastete, ob die Blase voll oder leer genug war, um den Tag bzw. die Nacht ohne Notfall zu überstehen. Dies ging letztendlich knapp 4 Monate so. Was wäre aus uns geworden, wenn wir nicht solche zuverlässige und liebevolle Unterstützung gehabt hätten ? Denn seien wir mal ehrlich: nicht nur der Kater brauchte "Betreuung" in dieser Situation.

 

Mittlerweile mussten wir auf das tierärztlich verordnete Trockenfutter verzichten, da Néné sofort auf die Gabe reagierte und wieder Harngrieß bekam. Also schwenkten wir auf Tierarzt-Nassfutter um, dennoch bekam er immer wieder aufs neue Blasenentzündungen. Das war sowohl der Tierärztin als auch mir unverständlich. Ich sollte prüfen, ob der pH-Wert des Urins immer im leicht sauren Bereich lag, sonst würde es wieder zur Struvit-Steinbildung kommen. Aber auch nicht zu sauer durfte der Urin sein, sonst würden sich Oxalat-Steine ausbilden und die wären nicht mit harnansäuernden Mitteln zu entfernen, sondern nur mittels Operation. Ich erwarb also Urin-Teststreifen. Den richtigen pH-Wert traf es fast nie – immer war der Urin viel zu alkalisch.

 

Die Situation verschlechterte sich vor Weihnachten erneut 2011. Néné wurde dünner,  lethargischer,  zeigte keinen Lebensmut mehr, das Tierarztfutter ließ er vollkommen unberührt. Die auftretenden Blasenentzündungen konnten nur noch für 1-2 Tage eingedämmt werden und flammten dann wieder auf. Auch das häufige Katheterschieben blieb nicht ohne Folgen: es wurde von Mal zu Mal schmerzhafter und Anfang Januar war der Punkt gekommen, an dem die Tierärztin ihre Kapitulation mitteilte.

 

Wir fuhren dann auf Empfehlung zu einer weiter entfernten Tierärztin, die gute Erfolge mit Akupunktur haben sollte. Diese Behandlungen zeigten Wirkung: Sein Allgemeinbefinden wurde besser, er fraß etwas mehr……….aber es ließ sich noch kein endgültiger Durchbruch erzielen. Hier hörte ich dann nochmals - wie schon zuvor von Karina Heuzeroth - von einer Ernährungsumstellung. Diesmal war ich hierfür aufgeschlossener, Hauptsache der Kater musste nicht wegen einer „Lappalie“ wie einer Blasenentzündung eingeschläfert werden.

 

Es wurde rohes Fleisch empfohlen, davon hatten bislang alle abgeraten! Also machte ich mich übers "B.A.R.F.en" schlau und erstellte mit professioneller Hilfe  einen Ernährungsplan. Jetzt wurde es erst richtig kompliziert: Katzen seien empfindliche Tiere, was die Ernährung angehe.... "sehr eigen" wäre der treffendere Ausdruck. Zunächst besorgten wir die ganzen "Zutaten" für die Privatmischung: Eisen in Pulverform, Algenmehl, Calcium citrat, Vitamin A, Vitamin E usw. Als ich die nette Sammlung vor mir stehen hatte, tat sich nur eine Frage auf: "Wie kriege ich DAS in den Kater?" Die zwischenzeitlich verabreichten Tabletten zur Urinansäuerung hatten lediglich zur Folge, dass die empfohlene Dosis überschritten werden musste, um überhaupt eine Wirkung zu erzielen - was vom Hersteller auch nur sehr vorsichtig angeraten wurde und dazu führte, dass Néné schließlich Blut erbrach. Sofort stellte ich die Gabe ein. Also war auch das keine Option...

Glücklicherweise empfahl eine Freundin ihre Kollegin, die sich auf Ernährung für Hunde und Katzen spezialisiert hatte. Diese riet zur Gabe eines Dosenfutters von hoher Qualität, artgerecht und gänzlich ohne Getreide. Die Ernährungsumstellung war dann auch nur noch eine Formalität. Mit den Worten an Néné: „Es gibt jetzt nur noch das ! Was anderes stellen die Firmen nicht mehr her !" öffnete ich die erste Dose. Es gab kein Gezicke, er fiel „wie ein Raubtier“ über dieses Futter her. Ich traute meinen Augen kaum, wo er doch vorher immer nur rumgemümmelt hatte. Ich besorgte zusätzlich rohes Fleisch auf Empfehlung und beäugte den Kater misstrauisch. Aber es gab keinen Grund zur Klage. Mit Hilfe einer weiteren sehr engagierten Tierärztin, die sich auf Homöopathie und Phytotherapie spezialisiert hat, bekamen wir die Sache in den Griff ! Nie wieder trat eine Blasenentzündung oder gar Harngrieß auf – auch meine befreundete Tierärztin war verblüfft. Ich behielt das Dosenfutter in Kombination mit rohem Fleisch bei.

 

Und bereits nach kurzer Zeit veränderte sich Néné derart, dass es meine kühnsten Erwartungen übertraf. Weiterhin bekam er - wenn auch in immer größeren Abständen - Akupunktur, diesmal aber im "Inhouse-Service", denn wir fanden - man kann auch mal Glück haben - eine sehr nette Tierärztin in unserer Nähe, die Hausbesuche machte. Selbst Fremden fiel die Veränderung auf, da sie Néné im letzten halben Jahr nur kränklich und „depressiv“ erlebt hatten.

Obwohl ich den Urin anfänglich weiterhin mit den Teststreifen prüfte, kristallisierte sich rasch heraus, dass – obwohl weiterhin ein alkalischer pH-Wert angezeigt wurde, es nicht zur Bildung von Harngrieß kam, da er keinerlei Getreide mehr erhielt (weder im Futter, noch in Form von Leckerchen). Ob sich das bei allen Tieren mit einer derartigen Erkrankung so verhält kann nur der Kontakt mit deren Besitzern ergeben. Ich würde mich daher über Rückmeldungen freuen, ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat.

 

Diese Erlebnisse haben mich dazu veranlasst, mich intensiv damit auseinanderzusetzen, was als artgerechte Ernährung anzusehen ist und was „am Thema vorbei“ läuft. Hätte ich beim ersten Hinweis schon auf Karina gehört, wäre dem Kater viel Leid und mir viele Kosten erspart geblieben !

 

Ich habe mich dann zur Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen weitergebildet und bin für dieses Thema entflammt. Und wenn ich mich heute so in den Geschäften umschaue, dann graust es mir, wenn ich bedenke, wieviele Tiere leiden müssen, weil die Futtermittelindustrie uns Verbraucher unwissend hält, um ihre „Produkte“ auf den Markt zu bringen.

 

Wo wir doch ohne großen Aufwand unseren Tiergefährten Gutes tun, ein langes gesundes Leben fördern und Tierarztkosten sparen können!

 

Dann doch.:

 

Lieber chronisch gesund, als chronisch krank, oder ?

 

 (Toscha sieht das auch so)

 

 

 

 

Einen wichtigen Beitrag zur Rettung meines Katers Néné haben vor allem die 4 Tierärztinnen geleistet, die sich in verschiedenen Disziplinen der alternativen Heilweisen auskennen:

 

Frau Petra Hoß, Forsthaus Steinebach

Praxistelefon: 02747-915369

Bioresonanz, Naturheilkunde. Herzlicher Dank für ihr "handwerkliches" Geschick, ihre Geduld und Hilfsbereitschaft zu jeder Tages- und Nachtzeit

 

Frau Dr.med.vet. Andrea Höhling, Wedemark

Praxistelefon: 0178-2972864

Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Homöopathie, Phytotherapie

 

Frau Dr.med.vet. Dörte Döring, Schöneberg

Praxistelefon: 02681-988937

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Akupunktur und Chiropraktik

 

Frau Dr.med.vet. Christina Eul-Matern, Oberemserstraße 39, 65510 Idstein

Praxistelefon: 06082-929610

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Akupunktur, TCM

                                                                 

 

                                                                           Ihnen allen meinen herzlichsten Dank !  

 

 

(lesen Sie gerne weiter unter „Ernährungsberatung“)

 

 

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